Die Zensusdatenbank wurde mit Stand vom 01.10.2015 aktualisiert. Neben redaktionellen Verbesserungen und Formatoptimierungen wurden folgende Änderungen durchgeführt:
Bereiche "Ergebnisse einfach und schnell" sowie "Ergebnisse dynamisch und individuell":
Die unter "Ergebnisse einfach und schnell" abrufbaren Zusammenfassungen der wichtigsten Zensusergebnisse „Gebäude und Wohnungen sowie Wohnverhältnisse der Haushalte“ und "Bevölkerung und Haushalte" sind von diesen Änderungen nicht betroffen.
Bereich "Ergebnisse kartografisch und visuell":
Die in der Zensusdatenbank ausgewiesenen Einwohnerzahlen stellen das endgültige Zensusergebnis dar und können im Fall nachträglicher Korrekturen von den amtlichen Einwohnerzahlen abweichen. Welche Gemeinden von solchen Einwohnerzahl-Korrekturen betroffen waren, können Sie dieser Tabelle entnehmen.
Der Zensus 2011 hat die Einwohnerzahlen der Gemeinden mit einer hohen Genauigkeit und Güte ermittelt. Die Grundlage bildeten die Angaben aus den kommunalen Melderegistern. Da nicht alle Angaben vollständig und aktuell sind, ist bei Gemeinden mit mindestens 10 000 Einwohnern eine statistische Korrektur durch die Haushaltsstichprobe erforderlich. Für diese Haushaltsstichprobe hat der Gesetzgeber zum einen den maximalen Stichprobenumfang festgelegt und zum anderen ein anzustrebendes Präzisionsziel definiert. Die tatsächlich realisierten Präzisionsmaße der Schätzungen der Einwohnerzahlen aus der Haushaltsstichprobe für Gemeinden mit mindestens 10 000 Einwohnern weisen - gewichtet nach Einwohnerzahlen - im Bundesdurchschnitt mit einem Wert von 0,49 Prozent eine gute Qualität auf.
Der Standardfehler bezeichnet allgemein die Unschärfe, die ein aus einer Zufallsstichprobe hochgerechnetes Ergebnis zwangsläufig hat. Er lässt sich nur für Stichproben berechnen, bei denen die ausgewählten Einheiten – beim Zensus 2011 waren dies Anschriften mit Wohnraum - mit Hilfe eines mathematischen Zufallsverfahrens ausgewählt wurden. Bei einem einfachen relativen Standardfehler von 0,5 Prozent kann die Aussage getroffen werden, dass mit 95prozentiger Sicherheit der Unterschied zwischen der festgestellten und der tatsächlichen (aber unbekannten) Einwohnerzahl maximal 1 Prozent der Registerbevölkerung dieser Gemeinde beträgt. Das bedeutet z. B. für eine Gemeinde, für die eine Einwohnerzahl von 20 000 ermittelt wurde, dass das Ergebnis mit 95 Prozent Wahrscheinlichkeit nicht mehr als 200 Personen von der tatsächlichen Einwohnerzahl abweicht, d. h. von Ausnahmefällen abgesehen in der Regel deutlich besser ist.
Eine Übersicht über den einfachen relativen Standardfehler aller Gemeinden Deutschlands finden sie in dieser Tabelle. Seit dem 08.11.2013 enthält diese Liste auch die Daten der Zensus-Stadtteile von Großstädten mit mehr als 400 000 Einwohnern.
Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder haben die Berechnung der aus dem Zensus 2011 resultierenden Ausgangsdaten für die Bevölkerungsfortschreibung optimiert. Die durch den Zensus 2011 ermittelten und bereits im Jahr 2013 veröffentlichten Einwohnerzahlen sind von der nunmehr vorgenommenen Nachjustierung nicht betroffen und bleiben unverändert.
Das Verfahren zur Hochrechnung von Ergebnissen aus der Haushaltebefragung im Zensus 2011 war auf eine präzise Ermittlung der Gesamteinwohnerzahl der Gemeinden ausgerichtet.
Für Gemeinden mit 10 000 und mehr Einwohnern sind aus diesem Grund bei demografisch fein differenzierten Zensusergebnissen – insbesondere in bestimmten Kombinationen von Altersstufe und Geschlecht – teilweise auffällige Ergebnisse zustande gekommen.
Um nachteilige Konsequenzen für die laufende Bevölkerungsfortschreibung und die Berechnung demografischer Maße wie Geburten- und Sterbeziffern, die auf diesen Angaben aufbauen, auszuschließen, wurde die Kohortenberechnung (Aggregate der fortschreibungsrelevanten demografischen Untergliederungen) optimiert, welche die Auffälligkeiten in den Bevölkerungsstrukturen bereinigt, die Einwohnerzahlen aber unverändert lässt.